
Samstagmorgen, der Wecker klingelt viel zu früh – doch für acht Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter von unserem Schulsanitätsdienst (SSD) stand kein Ausschlafen auf dem Plan, sondern das Highlight des Jahres: der große Landeswettbewerb in Mönchengladbach!
Bevor es überhaupt losging, gab es für uns schon das erste Highlight: Wir traten im nagelneuen Team-Look an! Die T-Shirts kamen buchstäblich frisch aus dem Druck und wurden uns großzügig vom Förderverein unserer Schule gespendet. Ein riesiges Dankeschön dafür – dank euch sahen wir nicht nur professionell aus, sondern fühlten uns auch sofort als unschlagbare Einheit.
Gemeinsam mit unseren Gruppenleitern Nina Engler und Olga Hellwig sowie tatkräftiger Begleitung durch Sadik vom DRK Derschlag machten wir uns auf den Weg, um zu zeigen, was im Ernstfall wirklich in uns steckt.
Adrenalin pur: Fallbeispiele und Reanimation
In Mönchengladbach ging es direkt zur Sache. Verschiedenste Stationen verlangten unserem achtköpfigen Team alles ab – von technischem Können bis zu starken Nerven.
Besonders intensiv wurde es bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW): 30-mal Herzdruckmassage, zweimal beatmen, exakt im Rhythmus bleiben und keine Sekunde nachlassen. Was im Sanitätsraum noch an Übungspuppen trainiert wird, fühlte sich unter den Augen der strengen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wie ein echter Großeinsatz an, bei dem es rein auf saubere Technik und Ausdauer ankam.
An den nächsten Stationen warteten realitätsnahe Fallbeispiele: geschminkte Wunden, schauspielernde Mimen und knifflige Notfallsituationen. Egal ob Platzwunde, Kreislaufkollaps oder Sportverletzung – Verbände wurden blitzschnell angelegt, Vitalzeichen gecheckt und vor allem beruhigend auf die verletzten Personen eingeredet.
Köpfchen und Diplomatie: Von Musik bis Streitschlichtung
Dass Sanitätsdienst weit über Verbandszeug hinausgeht, bewiesen die weiteren Stationen:
Streitschlichtung mit Fingerspitzengefühl: Nicht jede Wunde ist sichtbar. An dieser Station ging es darum, hitzige Gemüter abzukühlen, Konflikte deeskalierend zu lösen und eine aufgeladene Situation zu beruhigen, bevor sie eskaliert – eine Aufgabe, die uns mindestens genauso viel Konzentration abverlangte wie eine Erstversorgung.
Musikerkennung für den Teamgeist: Hier zählte jede Sekunde und ein gutes Gehör. Quer durch die Musikgenres mussten Songs erraten werden, was für jede Menge Lacher sorgte und die Stimmung auf dem Höhepunkt hielt.
Dank des ständigen Feedbacks von Sadik, Frau Engler und Frau Hellwig wuchs unser Team von Station zu Station weiter zusammen. Jede Herausforderung wurde gemeinsam gemeistert – mit kühlem Kopf, Humor und vollem Einsatz.
Unser Fazit:
Egal welche Platzierung am Ende auf der Urkunde steht: Wir haben bewiesen, dass unsere Schule im Notfall in den besten Händen ist. Der Tag in Mönchengladbach hat riesigen Spaß gemacht und uns gezeigt, worauf es ankommt: Vertrauen, Teamwork und die Bereitschaft, hinzuschauen statt wegzusehen.
Autorin: Olga Hellwig
