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MINT Kooperation bleibt auch im Lock Down bestehen- Digitale Zusammenarbeit mit der BAK

By 10. Februar 2021Februar 15th, 2021Keine Kommentare


„Aber wir wollten doch noch einmal nach Nümbrecht zum Landschaftshaus mit Herrn Spans fahren…“ Eine der enttäuschten Aussage zur Absage der Exkursion zum Thema „Boden“ im Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften in der 7. Jahrgangsstufe.
Die Kooperation mit außerschulischen Lernorten nimmt nicht nur für unsere Schule, sondern auch für unsere Schüler/innen einen hohen Stellenwert ein.
So kann der Besuch eines außerschulischen Lernortes wie der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK) einen guten Auftakt in eine neue Unterrichtsreihe bieten oder aber zur Vertiefung einzelner Teilaspekte dienen. Gerade die praktischen Elemente und das Forschen vor Ort in der Natur sorgt bei den Lernenden häufig für „AHA-Erlebnisse“, die das Erlernte greifbar- und so auch verständlicher machen.
Natürlich ist es ein Unterschied, ob man sich das Foto eines Bodenhorizontes nur im Lehrwerk anschaut oder einmal selbst eine Bodenprobe nehmen kann. Da wird der Handbohrstock mit voller Kraft in den Boden getrieben, fast wettkampfartig darf da jeder einmal anpacken. Zieht man die Probe heraus, entdeckt man, dass Boden nicht gleich Boden ist, sondern sich aus verschiedenen Schichten zusammensetzt.
Um den Lernenden in der aktuellen Situation eine Alternative zu bieten, trifft man sich zwar nicht vor Ort, aber via Videokonferenz. So treffen sich die Schüle*innen mit Frau Oberdörster und Herrn Spans im digitalen Klassenzimmer. Durch enge Absprachen und gute Vorbereitung können innerhalb der Videokonferenz gezielt neue Impulse gesetzt werden.
Ansprechende PowerPoint Präsentationen werden durch Quizelemente, in welchen die SuS nach „Wer wird Millionär- Prinzip“ abstimmen können, ergänzt. Breakout rooms ermöglichen den Lernenden die Möglichkeit in Kleingruppen Lösungen von Arbeitsaufträgen zu diskutieren und anschließend im Plenum zu präsentieren. Dabei stehen sowohl die Lehrkraft als auch Herr Spans als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Bergische Agentur vermittelt in ihren Programmen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, damit das Erlebte von Schülerinnen und Schülern als Handlungsoptionen für ein gutes gemeinsames Zusammenleben in ihrer Umwelt aufgegriffen werden kann.
Und die Schüler/innen? Bisher gab es nur positive Rückmeldungen. Die Unterrichtssitzungen passen zum durchgenommenen Unterrichtsstoff. Die anschließende Aufbereitung und Nachbereitung mit der eigenen Lehrkraft in der Folgestunde gibt Sicherheit und vertieft das Erlernte.
Besonders toll finden die Schüler/innen, dass ihre Beiträge in der nächsten Stunde aufgenommen werden. Bilder der heimischen Fotosafari zu „Flechten“ und „Pilzen“ werden stets in die nächste Präsentation integriert. Gemeinsam werden dann live Flechtentypen und Pilze, die man gefunden hat, bestimmt.
„Trotzdem würde ich gerne nochmal mit meinen Mitschüler/innen nach Nümbrecht fahren!“, heißt es da von einigen Kursteilnehmern. Und das werden wir- sobald es die Infektionslage wieder zulässt.

Städtische Gesamtschule Gummersbach
Sekundarstufen I und II
Epelstraße 23
51645 Gummersbach