
Was passiert eigentlich genau, wenn in Gummersbach der Alarm schrillt? Dieser Frage gingen die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter der Gesamtschule Gummersbach bei einem exklusiven Besuch der örtlichen Feuerwehrwache auf den Grund. Ziel des Tages war es, nicht nur die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus nächster Nähe kennenzulernen, sondern auch wertvolle Schnittstellen für die eigene Arbeit an der Schule zu entdecken.
Gleich zu Beginn gaben die Einsatzkräfte einen Einblick in die straff organisierten Abläufe eines Ernstfalls: Vom ersten Gongschlag über das Anlegen der schweren, hitzebeständigen Schutzkleidung bis hin zum Ausrücken zählt jede Sekunde. Wie schwer die Ausrüstung wirklich ist, durften die Jugendlichen selbst spüren – ein Helm und die dicke Schutzjacke verlangen den Einsatzkräften bereits einiges an Kondition ab.
In der Fahrzeughalle folgte eine detaillierte Materialkunde direkt an den Einsatzwagen. Großes Interesse weckten die technischen Rettungsgeräte wie der hydraulische Spreizer, der tonnenschwere Autoteile bei Verkehrsunfällen mühelos auseinanderdrückt. Ein buchstäbliches Highlight war die Drehleiter: Ausgefahren ragt sie bis zu 32 Meter in den Himmel – unverzichtbar, um Menschen aus hohen Gebäuden zu retten oder Brände aus der Luft zu bekämpfen.
Auch die scheinbar unscheinbaren Details kamen nicht zu kurz: Die Feuerwehrleute erklärten, wie man im öffentlichen Raum Hydranten schnell aufspürt und die kleinen rot-weißen Hinweisschilder an Hauswänden und Laternen richtig liest. Diese Kennzeichnungen geben auf den Dezimeter genau an, wo unter dem Asphalt der nächste Wasseranschluss verborgen liegt.
Für den Schulalltag erwies sich der Praxistag als echter Gewinn. Das neugewonnene Wissen über Rettungswege, Absprachen und feuerwehrtechnische Abläufe sorgt für spürbare Sicherheit: Bei künftigen Feueralarmen an der Gesamtschule wissen die Schulsanis nun ganz genau, worauf es ankommt, um die anrückenden Einsatzkräfte optimal zu unterstützen. Ein lehrreicher Schultag, der das Verständnis zwischen Rettungsdienst, Schule und Feuerwehr nachhaltig gestärkt hat.
Autorin: Olga Hellwig
